Rückbau & Entsorgung · ca. 7 Minuten

Kompletter Rückbau einer Metallverarbeitungsanlage – wie aus einem Betriebsende eine Win-Win-Situation wurde

Wenn ein Industriebetrieb schliesst, endet nicht einfach eine Geschichte – es beginnt eine neue Aufgabe. Was passiert mit den Maschinen, den Anlagen, dem Stahl, den Rohrleitungen, den Schaltschränken, dem Kupfer in den Kabeltrassen? Wer übernimmt die Verantwortung für eine saubere, dokumentierte und wirtschaftlich sinnvolle Auflösung?

Andevion AG hat genau diese Aufgabe für einen Kunden aus der Metallverarbeitung übernommen – vollständig, strukturiert und mit einem klaren Ziel: Aus dem Ende eines Betriebs das Maximum herausholen. Für den Kunden. Und für alle Beteiligten.


Die Ausgangslage: Eine komplette Produktionsstätte steht still

Der Auftrag umfasste eine mehrere tausend Quadratmeter grosse Produktionshalle eines metallverarbeitenden Betriebs. Jahrelang wurden hier Metallteile gefertigt, bearbeitet und veredelt. Die Anlage war technisch komplex: schwere CNC-Bearbeitungszentren, Pressen, Schleifmaschinen, Schweissanlagen, Fördersysteme, hydraulische Hebeeinrichtungen sowie ein dichtes Netz aus Druckluft-, Kühlwasser- und Hydraulikleitungen.

Die Herausforderung war vielfältig:

  • Vollständige Demontage aller Maschinen und Anlagen
  • Fachgerechte Handhabung von Betriebsstoffen (Öle, Kühlmittel, Hydraulikflüssigkeiten)
  • Strukturierte Verwertung aller Materialien
  • Verpackung und Verladung von Maschinen zur Weiternutzung
  • Entsorgung nicht verwertbarer Reststoffe
  • Übergabe der Halle in besenreinem Zustand

Phase 1: Bestandsaufnahme und Bewertung – der Schlüssel zur Win-Win-Lösung

Bevor auch nur ein Handgriff gemacht wurde, führte Andevion AG eine vollständige Bestandsaufnahme durch. Jede Maschine, jeder Schaltschrank, jede Kabeltrommel und jeder Meter Rohrleitung wurde erfasst, fotografiert und bewertet. Dabei wurden drei Kategorien gebildet:

Kategorie A – Wiederverwendbar: Maschinen und Anlagen in funktionsfähigem Zustand, die verkauft oder durch den Kunden weitergenutzt werden können. Hier liegt oft erheblicher wirtschaftlicher Wert, der ohne strukturierte Aufnahme verloren geht.

Kategorie B – Verwertbar als Materialien: Maschinen ohne wirtschaftlichen Weiterbetrieb, aber mit wertvollen Rohstoffen – Stahl, Aluminium, Kupfer, Edelstahl, Elektromotoren. Diese werden sortenrein demontiert und dem Recycling zugeführt.

Kategorie C – Zu entsorgen: Nicht verwertbare Reststoffe, Gefahrstoffe und Abfälle, die durch zugelassene Entsorger fachgerecht abgeführt werden.

Diese Bewertung war die Grundlage für ein transparentes Angebot mit klarer Darstellung der erzielbaren Erlöse und der anfallenden Entsorgungskosten. Das Ergebnis: Die Verwertungserlöse kompensierten einen erheblichen Teil der Rückbaukosten.


Phase 2: Betriebsstoffe – zuerst sicher entfernen

Bevor Schrauben gelöst und Kabel gezogen werden, müssen alle Betriebsstoffe sicher entfernt werden. In einem metallverarbeitenden Betrieb bedeutet das:

  • Kühlschmierstoffe aus Bearbeitungszentren und Schleifmaschinen – teils in Behältern mit mehreren hundert Litern
  • Hydrauliköle aus Pressen, Hebeeinrichtungen und Spannvorrichtungen
  • Getriebeöle aus Antriebseinheiten
  • Rückstände in Filteranlagen und Abscheidesystemen

Alle Betriebsstoffe wurden abgesaugt, in geeignete Behälter umgefüllt, beschriftet und an zugelassene Entsorgungsfachbetriebe übergeben – mit vollständigem Entsorgungsnachweis für jeden Stoff.


Phase 3: Demontage – systematisch von der Peripherie zum Kern

Elektroinstallation

Sämtliche Kabeltrassen, Schaltschränke und Verteilungen wurden systematisch demontiert. Kupferkabel wurden nach Querschnitt und Legierung sortiert – Kupfer erzielt im Schrotthandel deutlich höhere Erlöse als gemischter Metallschrott. Schaltschränke mit intakten Steuerungskomponenten wurden als Einheit gesichert und dem Wiederverkauf zugeführt.

Druckluft- und Hydrauliksystem

Rohrleitungen wurden abschnittweise demontiert. Stahlrohre, Kupferleitungen und Armaturen wurden getrennt gesammelt. Druckbehälter wurden gemäss gesetzlichen Anforderungen abgemeldet und sicher drucklos gemacht, bevor sie ausgebaut wurden.

Fördertechnik und Hebezeuge

Laufkrane, Kettenförderer und Transportanlagen wurden demontiert und – je nach Zustand – für den Weiterverkauf vorbereitet oder der Verwertung zugeführt. Kranbahnen und Stahlkonstruktionen wurden in transportgerechte Abschnitte getrennt.

Produktionsmaschinen

Die Hauptmaschinen – CNC-Bearbeitungszentren, Pressen, Schleifmaschinen, Schweissanlagen – wurden nach Herstellerdokumentation oder technischem Erfahrungswissen demontiert. Maschinen für den Weiterverkauf wurden fachgerecht ausgebaut, gereinigt, auf Paletten gesichert und verpackt. Maschinen ohne Wiederverkaufswert wurden sortenrein in ihre Materialbestandteile zerlegt.


Phase 4: Verwertung – wo echter Wert entsteht

Maschinenverkauf

Mehrere Maschinen aus dem Bestand – darunter ein CNC-Bearbeitungszentrum und eine Hydraulikpresse in gutem Zustand – wurden über Fachhändler für Gebrauchtmaschinen vermarktet. Der Erlös floss transparent und vollständig an den Kunden.

Metallverwertung

Die Mengen an verwertbaren Metallen waren erheblich:

  • Stahlschrott aus Maschinenrahmen, Rohrleitungen und Konstruktionselementen
  • Kupfer aus Kabeln, Motoren und Transformatoren
  • Aluminium aus Gehäusen, Profilen und Abdeckungen
  • Edelstahl aus Rohrleitungen, Behältern und Bearbeitungsteilen
  • Elektromotoren – als Einheit wertvoller als zerlegter Einzelschrott

Jede Metallfraktion wurde separat erfasst, gewogen und über zertifizierte Schrotthändler verwertet. Alle Erlöse wurden vollständig dokumentiert und dem Kunden transparent dargestellt.

Das Resultat: Erlöse übersteigen Entsorgungskosten

Am Ende der Abrechnung stand ein konkretes Ergebnis: Die Erlöse aus Maschinenverkauf und Metallverwertung überstiegen die anfallenden Entsorgungskosten deutlich. Der Kunde erzielte einen positiven Nettoerlös aus dem Rückbau – anstatt lediglich Kosten zu vermeiden.

Das ist der Kern der Win-Win-Philosophie von Andevion AG: Wir bringen das Know-how, die Netzwerke und die Kapazitäten. Der Kunde erhält maximale Transparenz und profitiert direkt von den Verwertungserlösen.


Phase 5: Containerdienst und Restentsorgung

Was nicht verwertet werden konnte, wurde vollständig organisiert:

  • Containerdienst für Stahlschrott, Elektroschrott und Sperrmüll – Lieferung, Befüllung und Abholung aus einer Hand
  • Entsorgung von Gefahrstoffen durch zugelassene Fachbetriebe mit Nachweis
  • Hallenreinigung von Ölrückständen, Bearbeitungsstaub und Kleinteilen

Am Ende übergab Andevion AG eine vollständig geräumte, besenreine Halle – mit vollständiger Entsorgungsdokumentation.


Das Ergebnis auf einen Blick

  • Vollständige Demontage einer komplexen Metallverarbeitungsanlage in abgestimmten Phasen
  • Positiver Nettoerlös durch Maschinenverkauf und Metallverwertung
  • Lückenlose Entsorgungsdokumentation für Behörden und Nachmieter
  • Übergabe der Halle in besenreinem Zustand – bereit für Nachnutzung oder Vermarktung

Fazit: Rückbau muss sich rechnen

Wer eine Produktionsstätte auflöst, denkt zuerst an Kosten. Mit dem richtigen Partner denkt man auch an Erlöse. Die richtige Bewertung, konsequente Materialtrennung und das Netzwerk für Maschinenverkauf und Schrottverwertung machen den Unterschied zwischen einem reinen Kostenpunkt und einem wirtschaftlich sinnvollen Abschluss.

Andevion AG begleitet Kunden in der Schweiz, in Deutschland und im gesamten DACH-Raum – von der ersten Bestandsaufnahme bis zur besenreinen Übergabe.

Betriebsauflösung oder Rückbau in Planung? Je früher Sie uns einbinden, desto besser lässt sich der wirtschaftliche Nutzen optimieren. info@andevion.com | www.andevion.com


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