Industriemontage · · ca. 6 Minuten

Industriemontage in der Teppich- und Bodenbelagindustrie – Tufting-, Webe- und Beschichtungslinien präzise aufbauen, warten und rückbauen

Von Jonas Aufmwasser · 1. Oktober 2026

Teppiche und Bodenbeläge entstehen auf grossen, schnell laufenden und thermisch belasteten Anlagen: Tuftingmaschinen mit hunderten Nadeln, Teppichwebmaschinen, Färbe-, Beschichtungs- und Trockenlinien sowie Schneid- und Konfektionsanlagen. Wer hier eine Industriemaschine aufbauen, verlagern oder eine Industrieanlage abbauen muss, braucht Präzision, Erfahrung und eine saubere Planung. Dieser Beitrag zeigt, worauf es bei der Industriemontage in der Teppich- und Bodenbelagindustrie ankommt.

Eine Prozesskette mit eigenen Anforderungen

Vom Garn über Tufting oder Weben, Färben und Fixieren bis zu Rückenbeschichtung, Trocknung, Schneiden und Konfektion ist die Linie eng verkettet. Arbeitsbreiten von bis zu vier Metern und mehr, hohe Bahngeschwindigkeiten, Trocknungsöfen mit Thermoöl- oder Gasbeheizung und ein hoher Anteil an Faserflug und Staub prägen die Industriemontage.

Tuftingmaschinen: Fluchtung über die gesamte Arbeitsbreite

Nadelbalken, Greifer und Messer müssen über die ganze Breite im Zehntelmillimeterbereich zueinander stehen. Schon geringe Abweichungen im Fundament oder bei der Ausrichtung führen zu Florunterschieden, Nadelbruch und Verschleiss. Deshalb setzen wir auf tragfähige, schwingungsarme Fundamente, Laser- und Messtechnik bei der Ausrichtung und eine dokumentierte Inbetriebnahme.

Färbe-, Beschichtungs- und Trockenlinien: Wärme, Medien und Bahnführung

Spannrahmen, Trockenöfen, Beschichtungsaggregate und Kühlwalzen arbeiten mit Dampf, Thermoöl, Abluft und Chemie. Bei Aufbau und Verlagerung sind saubere Medienanbindung, Dichtheit, Dehnungsausgleich und eine exakte Bahnführung entscheidend, damit Warenbahn und Beschichtung gleichmässig laufen.

Wartung von Industrieanlagen: Verfügbarkeit sichern

Faserflug, Latex- und Beschichtungsreste sowie Temperaturwechsel beschleunigen den Verschleiss. Regelmässige Wartung von Industrieanlagen – Nadelbalken, Greifer, Lager, Antriebe, Ketten, Heizsysteme und Absaugungen – verhindert ungeplante Stillstände. Wir planen Wartungsfenster so, dass sie in die Produktionsplanung passen, und dokumentieren Zustand und Verschleissteile für spätere Bewertung oder Verlagerung.

Industrieanlage abbauen: Demontage, Verlagerung und Verwertung

Wird eine Linie stillgelegt oder verlagert, muss die Industrieanlage abbauen fachgerecht erfolgen: Bestandsaufnahme, Kennzeichnung der Baugruppen, medienfreie Demontage, Verpackung und Transport. Wo Maschinen wiederverkauft werden sollen, erhält die sorgfältige Demontage den Marktwert; wo nicht, folgen Einlagerung, Rückbau oder Verwertung.

Entsorgung: Betriebsstoffe, Beschichtungsreste und Wertstoffe

Thermoöle, Schmierstoffe, Chemikalien und Beschichtungsreste sind getrennt zu erfassen und über bewilligte Entsorger zu führen; in der Schweiz gelten dafür die Vorgaben der VeVA mit Begleitschein. Stahl, Aluminium, Kupfer und Kabel werden sortenrein getrennt und verwertet, sodass die Entsorgung dokumentiert und rechtssicher abgeschlossen wird.

Aus einer Hand: Montage, Wartung, Abbau und Entsorgung

Die Andevion AG verbindet Industriemontage, Wartung von Industrieanlagen, Industrieanlage abbauen und Entsorgung. Wer eine Industriemaschine aufbauen und später wieder abbauen oder verlagern muss, hat einen Ansprechpartner statt vieler Schnittstellen – in der Schweiz und im gesamten DACH-Raum.


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