Kaum ein Industriezweig wächst im DACH-Raum derzeit so dynamisch wie die Batterie- und Zellfertigung. Vom Pilotwerk bis zur Gigafactory entsteht eine eng verkettete Prozesskette: Elektrodenbeschichtung, Kalander, Schneiden, Trockenraum, Zellassemblierung, Elektrolyt- befüllung, Formierung und Endkontrolle. Jeder dieser Schritte reagiert empfindlich auf Feuchte, Schwingung, Partikel und Temperatur – und stellt damit bei der Industriemontage eigene, ungewöhnlich strenge Anforderungen. Wer hier eine Industriemaschine aufbauen, verlagern oder zurückbauen will, braucht einen Partner, der Reinheit, Trockenheit, Präzision und Sicherheit gleichermassen beherrscht. Die Andevion AG begleitet Zellhersteller, Anlagenbauer und Zulieferer in der Schweiz und im gesamten DACH-Raum über den kompletten Anlagenlebenszyklus – von der Industriemontage über die Wartung von Industrieanlagen bis zu Demontage, Verlagerung und fachgerechter Entsorgung.
Besondere Anforderungen in der Batterie- und Zellfertigung
Die Zellfertigung verbindet mehrere kritische Umgebungen in einer Linie. Im Trockenraum müssen extrem niedrige Taupunkte von teils unter −40 °C dauerhaft gehalten werden, weil schon geringe Restfeuchte die Zellqualität ruiniert. Beschichtungs- und Kalanderanlagen verlangen engste Dicken- und Registertoleranzen im Mikrometerbereich und reagieren empfindlich auf jede Schwingung. Gleichzeitig gelten hohe Reinheitsklassen, ESD-Schutz und – wegen Lösemitteln, Lithium und energiereichen Zellen – anspruchsvolle Brand- und Explosionsschutzkonzepte. Eine belastbare Industriemontage plant Stahlbau, Fundament, Klima-, Medien-, Elektro- und Sicherheitstechnik deshalb von Anfang an zusammen.
Fundament, Schwingungsentkopplung und präzise Ausrichtung
Präzision beginnt am Boden. Coater, Kalander und Wickler übertragen dynamische Lasten in Fundamente, die auf Schwingung, Ebenheit und Temperatur ausgelegt sein müssen. Schwere Aggregate werden schwingungsentkoppelt aufgestellt, im Zehntelmillimeter zueinander ausgerichtet und über die gesamte Linie gefluchtet, damit Bahnlauf und Beschichtungsbild stabil bleiben. Beim Industriemaschine aufbauen kommt es hier auf millimetergenaue Positionierung, saubere Referenzmessung und eine durchgängig dokumentierte Ausrichtung an – die Grundlage für reproduzierbare Zellqualität.
Montage im Trockenraum und Reinraum
Ein grosser Teil der Anlagen steht im Trocken- oder Reinraum – und genau dort ist die Montage am anspruchsvollsten. Bauteile müssen ausgeschleust, gereinigt und materialschonend eingebracht werden, ohne Feuchte oder Partikel einzutragen. Monteure arbeiten unter Reinraum- und Trockenraumbedingungen, mit entsprechender Kleidung, kontrollierten Schleusenprozessen und abgestimmten Montagemitteln. Diese Disziplin entscheidet darüber, ob die Anlage nach der Inbetriebnahme sofort die geforderten Klimawerte und Reinheitsklassen erreicht.
Medienanbindung, Sicherheit und Inbetriebnahme
Nach dem Aufstellen folgt die Anbindung an Strom, Druckluft, Vakuum, Kühl- und Trocknungskreisläufe sowie an die Lösemittel- und Absaugtechnik. Elektrik, Steuerung und Sicherheitstechnik werden verdrahtet, Schutz- und Notausketten geprüft und die Anlage schrittweise hochgefahren. Gerade in der Zellfertigung gehört zur Inbetriebnahme eine lückenlose Dokumentation – von der Ausrichtprotokollierung über Dichtheits- und Funktionsprüfungen bis zur Übergabe an die Produktion. So wird die Industriemontage rückverfolgbar und auditfest.
Wartung von Industrieanlagen in der Zellfertigung
Nach der Inbetriebnahme entscheidet die Wartung von Industrieanlagen über Verfügbarkeit und gleichbleibende Zellqualität. Beschichtungs- und Kalanderwalzen, Antriebe, Bahnlaufregelung, Trocknungs- und Klimatechnik sowie Sicherheitssysteme benötigen regelmässige Inspektion, vorausschauende Instandhaltung und einen belastbaren Ersatzteilprozess. Wer Wartung von Anfang an mitdenkt, minimiert ungeplante Stillstände in einer Linie, in der jeder Ausfall die gesamte Zellproduktion trifft.
Verlagerung, Rückbau und Entsorgung
Ob Kapazitätserweiterung, Standortwechsel oder Technologiewechsel: Auch in der Zellfertigung müssen Anlagen wieder demontiert und verlagert oder zurückgebaut werden. Dann gilt es, die Industrieanlage abbauen zu lassen, ohne empfindliche Komponenten zu beschädigen, Lithium- und lösemittelhaltige Reststoffe sicher zu handhaben und die fachgerechte Entsorgung nach den geltenden Vorgaben zu dokumentieren. Wertstoffe wie Kupfer, Aluminium und Edelstahl werden getrennt erfasst und verwertet, Gefahr- und Sonderabfälle über zugelassene Wege entsorgt und lückenlos nachgewiesen.
Alles aus einer Hand – von der Montage bis zur Entsorgung
Die Andevion AG denkt die Batterie- und Zellfertigung über den gesamten Anlagenlebenszyklus: Wir verbinden Bewertung, Industriemontage, Wartung von Industrieanlagen, Demontage, Verlagerung, Rückbau und dokumentierte Entsorgung zu einem durchgängigen Konzept. So bleibt die Verantwortung an einer Stelle, Schnittstellen werden minimiert, und Sie erhalten eine sichere, reproduzierbare Fertigungslinie – bzw. am Ende einen geräumten Standort samt belastbarer Nachweiskette. Projekte realisieren wir in der ganzen Schweiz und im gesamten DACH-Raum.
Sie planen den Aufbau, die Erweiterung, die Verlagerung oder den Rückbau einer Batterie- oder Zellfertigung? Sprechen Sie mit der Andevion AG. Wir nehmen Ihre Anlage auf, entwickeln ein wirtschaftliches Montage-, Wartungs- oder Verwertungskonzept und setzen es aus einer Hand um – von der ersten Bestandsaufnahme bis zur dokumentierten Übergabe. Nehmen Sie über unser Kontaktformular Verbindung mit uns auf; wir melden uns kurzfristig für ein unverbindliches Erstgespräch.