Industriemontage · · ca. 6 Minuten

Demontage und Einlagerung eines Montfort-Spannrahmens – ein Praxisbeispiel (1,80 m Arbeitsbreite, 6 Felder)

Von Jonas Aufmwasser · 29. Juli 2026

Ein Spannrahmen ist das Herzstück vieler Textilveredelungsbetriebe: Auf ihm wird die Ware thermofixiert, getrocknet und in Breite und Länge exakt eingestellt. Entsprechend anspruchsvoll ist es, eine solche Anlage stillzulegen, zu demontieren und für eine spätere Wiederverwendung einzulagern. Am Beispiel eines Montfort-Spannrahmens mit 1,80 m Arbeitsbreite und 6 Feldern zeigen wir, wie die Andevion AG dabei strukturiert vorgeht – so, dass die Maschine nach der Einlagerung ohne Wertverlust wieder aufgebaut werden kann.

Gerade wenn eine Industriemaschine nicht sofort veräußert, sondern zwischengelagert oder an einen anderen Standort verlagert werden soll, entscheidet die Qualität von Demontage und Konservierung über den späteren Zustand. Ein Spannrahmen abbauen heißt nicht „auseinanderschrauben", sondern dokumentiert, gekennzeichnet und rückbaubar zerlegen.


Ausgangslage: Montfort-Spannrahmen, 1,80 m Arbeitsbreite, 6 Felder

Der Spannrahmen im Beispiel besitzt eine nutzbare Warenbreite von 1,80 m und besteht aus sechs aneinandergereihten Trocken- bzw. Fixierfeldern. Jedes Feld bildet eine eigene Temperaturzone mit Umluftventilatoren, Brennern oder Heizregistern, Luftführungsdüsen und einem umlaufenden Transportsystem mit Nadel- oder Kluppenketten. Dazu kommen Einlauf- und Auslaufpartie, Breithalter, Abkühlzone sowie die zentrale Steuerung.

Eine solche Anlage ist mit rund 20 bis 25 Metern Baulänge nicht nur schwer, sondern auch komplex verkettet: Mechanik, Wärmetechnik, Elektrik und Pneumatik greifen ineinander. Genau deshalb ist eine saubere Bestandsaufnahme vor dem ersten Schraubenschlüssel entscheidend.


Phase 1: Bestandsaufnahme und Demontageplanung

Zu Beginn wird die Maschine vollständig erfasst und fotografisch dokumentiert: Anschlusspläne, Kettenverlauf, Feldreihenfolge, Verkabelung und Medienanschlüsse. Auf dieser Basis entsteht ein Demontageplan, der die Reihenfolge festlegt – in der Regel gegenläufig zur ursprünglichen Montage, also vom Auslauf zum Einlauf und feldweise.

Ebenso wird die Logistik geplant: Kranbedarf, Hubmittel, Transportwege innerhalb der Halle, Verpackungs- und Palettierkonzept sowie der spätere Stellplatz im Lager. Bei 6 Feldern lohnt es sich, jedes Feld als eigene Transporteinheit zu betrachten.


Phase 2: Betriebsstoffe, Elektrik und Sicherheit

Vor der mechanischen Demontage wird die Anlage sicher freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert. Elektrische Zuleitungen werden fachgerecht getrennt, Gas- bzw. Thermalöl-Anschlüsse drucklos gemacht und Betriebsstoffe abgelassen. Öle, Fette und eventuelle Wärmeträgermedien werden gesammelt und – falls nicht wiederverwendbar – über die fachgerechte Entsorgung mit Nachweis abgeführt.

Erst wenn die Maschine energetisch und medientechnisch „tot" ist, beginnt die eigentliche Zerlegung. Das schützt Personal und Anlage gleichermaßen.


Phase 3: Feldweise Demontage mit Kennzeichnung

Nun wird der Spannrahmen Feld für Feld zerlegt. Jedes der 6 Felder wird beschriftet, jede Baugruppe und jede wichtige Verschraubung eindeutig gekennzeichnet. Kettenteile, Kluppen, Düsenkästen, Ventilatoren und Antriebe werden getrennt, verpackt und ihrer Ursprungsposition zugeordnet.

Warum konsequente Kennzeichnung so wichtig ist

Ein Spannrahmen lässt sich nur dann verlustfrei wieder aufbauen, wenn beim Wiederaufbau klar ist, welches Bauteil an welche Stelle gehört. Fehlende oder unklare Kennzeichnung ist der häufigste Grund für teure Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme. Deshalb werden Position, Feldnummer und Einbaulage dokumentiert – idealerweise ergänzt durch eine Fotodokumentation je Feld.


Phase 4: Konservierung, Verpackung und Einlagerung

Vor der Einlagerung werden blanke Metallflächen, Ketten und Lager gereinigt und gegen Korrosion konserviert. Empfindliche Bauteile wie Steuerung, Sensorik und Ventilatoren werden separat und geschützt verpackt. Die Feldsegmente werden auf stabile Transportgestelle oder Paletten gesetzt, gesichert und – wo sinnvoll – witterungsdicht folienverpackt.

Für die Einlagerung gilt: trocken, temperaturstabil und mit klarer Lagerkennzeichnung. So bleibt die Anlage über Monate oder Jahre in wiederaufbaufähigem Zustand. Auf Wunsch übernimmt die Andevion AG die Einlagerung inklusive Inventarliste, damit jederzeit nachvollziehbar ist, welche Baugruppen wo lagern.


Alles aus einer Hand – von der Demontage bis zum Wiederaufbau

Ob Zwischenlagerung, Standortverlagerung oder späterer Verkauf: Wer Demontage, Konservierung, Einlagerung und – bei Bedarf – Wiederaufbau aus einer Hand vergibt, vermeidet Schnittstellenverluste und erhält den Wert seiner Industriemaschine. Die Andevion AG demontiert, lagert ein und baut Spannrahmen und andere Textilveredelungsanlagen fachgerecht wieder auf – in der Schweiz und im gesamten DACH-Raum.

Sie möchten einen Spannrahmen demontieren, einlagern oder verlagern? Kontaktieren Sie die Andevion AG für eine unverbindliche Einschätzung Ihrer Anlage und ein passendes Konzept für Demontage, Einlagerung und Wiederaufbau.